Erster rapidtests.de Newsletter

Vor 4 Wochen entstand die Idee, rapidtests.de zu starten – aus der Frustration, dass Massen-Schnelltests, wie von Michael Mina & rapidtests.org vorangetrieben, in den deutschen Medien und selbst im deutschen Twitter kaum eine Rolle spielten. Wieso sprach niemand darüber, dass die Pandemiebekämpfung (entgegen der Intuition und Lehrmeinung) viel weniger von hoch sensitiven Tests abhängt, als davon, häufig und schnell zu testen? Dass man Tests zum Screening auf Infektiosität nicht mit den Maßstäben diagnostischer Tests bewerten darf?

In diesen 4 Wochen gab es erste kleinere Etappenerfolge:

Doch es gibt noch viel zu tun!

  • Die Entwicklungs- und Kommerzialisierungs-Pipeline für Schnelltests ist intransparent: werden genug Tests entwickelt, mit ausreichend Herstellungskapazitäten? Während im Frühjahr viele Firmen schnell in die Masken-Produktion einstiegen, gibt es hierzu noch wenig Pressemeldungen.

  • Es ist weiterhin unklar, ob die Schnelltests nur als Point-of-Care-Tests (also z.B. in Arztpraxen, bei Gesundheitsämtern und in Krankenhäusern) zum Einsatz kommen werden oder ob bereits mit Hochdruck an einer Freigabe als Selbsttests für zu Hause gearbeitet wird.

  • Unsere FAQ zu Schnelltests und häufigen Einwänden ist weiterhin im Aufbau, da im Hintergrund Diskussionen mit namhaften Forscher*innen zur optimalen Umsetzung laufen.

  • Uns fehlt die breite öffentliche Diskussion, unter welchen Bedingungen die Tests wo und wie eingesetzt werden sollen und welche Konsequenzen positive und negative Testergebnisse im realen Leben haben sollen und werden.

Daher braucht unser Kernteam dringend Unterstützung – Euch!

Wir arbeiten auf Slack und bei Bedarf über Zoom/Skype/Telefon zusammen, fast alles wird in kleinen Teams erledigt und besprochen, so wie jeder gerade Zeit hat. Es muss also niemand Angst haben, allein irgendwelche Aufgaben umgehängt zu bekommen. Wir sind auf derselben Platform mit Gleichgesinnten insb. aus den USA, aber auch Neuseeland, Polen, und dem spanischen Sprachraum vernetzt.

Wir haben viele Ideen, was zu tun ist, ihr bestimmt noch mehr! Nur mal als Denkanregung – am Ende macht bei uns jeder, was er/sie für zielführend hält und woran er/sie Spaß hat:

  • Zeitungen und Radiosender anrufen/anschreiben, damit sie über das Thema berichten

  • Englische Videos synchronisieren

  • Video-Untertitel-Übersetzungen erstellen / korrekturlesen

  • Eigene Videos / Interviews aufnehmen

  • Private Kontakte nutzen, um weitere Multiplikator*innen zu bekommen

  • Deutsche Rapidtests.de Facebook-Gruppe aufbauen und moderieren

  • Unseren Youtube-Kanal pflegen

  • Bei Instagram und anderen Plattformen für rapidtests.de werben

  • Unsere Test-Datenbank weiter ausbauen

  • Mit Hersteller-Firmen die aktuellen Roadblocks diskutieren und Ansatzpunkte zur Lösung suchen

  • Blog-Einträge für rapidtests.de schreiben

  • Politiker*innen in Bund, Land und Gemeinde kontaktieren, um für das Thema zu werben

  • Corona-Beauftragte o.ä. des eigenen Arbeitgebers kontaktieren und über Schnelltests sprechen

  • Existierende Organisationen einbinden und als Multiplikator*innen und zur Verfeinerung des Konzepts nutzen: Parteien, Vereine, Verbände, Lehrer- und Elternorganisationen

  • Hausarzt/-ärztin und/oder Krankenkasse darauf ansprechen

  • Mit Wissenschaftler*innen vernetzen, Preprints lesen, neuste Informationen für rapidtests.de und @RapidTestsDE (Twitter) aufbereiten

  • Zukünftige rapidtests.de Newsletter schreiben

  • Website pflegen

Wie gesagt freuen wir uns über jede Art der Unterstützung – schreibt uns einfach an mail@rapidtests.de oder kontaktiert und per DM über Twitter @RapidTestsDE.

Ansonsten vielen Dank fürs Lesen bis hier – wir melden uns in den nächsten Wochen, sobald es spannende Neuigkeiten gibt.

Viele Grüße
Alex Beisenherz, Christian Erdmann und Jonas Binding
Rapidtests.de Kernteam